Dr. Wolfgang Steuer ist Arzt und Aktivist für eine Friedenssteuer.

Man könnte ihn Aktivist nennen, doch Dr. Steuer begreift sich als pazifistischen, christlichen Arzt.
Er ist in Meiningen in den Zweiten Weltkrieg hinein geboren. Noch kurz vor Kriegsende wird sein Vater im März 1945 zum Volkssturm eingezogen, er fällt am selben Tag. Ersatzvater wird der 80-jährige Großvater, ein in Europa weit gereister Klempner. Klein Wolfgang wächst mit dem Lötkolben auf, sein Weltbild brennt sich ein: „Er kannte weder Feinde noch Feindbilder.“ Nach dem frühen Tod des Vaters wird der Großvater sinnstiftend. Das Arztehepaar Ursula und Wolfgang Steuer reist 1979 nach Tansania aus. Versorgt Malaria, Schlafkrankheit und Tuberkulose, auch Menschen mit einem Speer im Bauch. Zurück in Trossingen gründet er das Lebenshaus. Bis zum 69. Lebensjahr ist er Stationsarzt in der Rehaklinik Bethel. Neben dem Engagement in der ärztlichen Ethik-Kommission hat er sich das Projekt „Friedenssteuer“ auf die Fahnen geschrieben, macht mobil zum Kampf gegen Waffen. Dr. Steuers Rezept: „Soziales Engagement ist ein gutes Mittel, um im Alter nicht alt auszusehen.“
Dr. Wolfgang Steuer Aktiv für die „Friedenssteuer“.Vater erklärt Sohn die Dampfmaschine.