Renate Hog Portraitfoto

Die geborene Wirtstochter bringt sich in die Gesellschaft ein.
Im Geisinger Gasthaus „Hecht“ beginnt ihre Geschichte. Als Älteste von vier Mädle lernt sie, in einem Haus voller Menschen überall mit anzupacken. Danach managt sie die Kfz-Werkstatt ihres Mannes, muß ihn bei schwerer Krankheit hingebungsvoll pflegen. Mit 46 Jahren ist sie Witwe und ganz auf sich allein gestellt. Doch das Schicksal hilft, ihre Trauer zu bewältigen. Die Stelle der Geschäftsführerin im CDU-Kreisverband Tuttlingen ist ausgeschrieben und Renate Hog packt wieder an.
Ihre Erfahrung im Umgang mit Menschen kommt jetzt gerade recht. Es geht zu Bezirks-, Landes- und Bundesparteitagen, als forsche Delegierte konferiert sie mit den Größen der Kohl-Ära. Doch das Private kommt zu kurz: „Ich habe meinen Enkel nicht mehr erkannt.“ Im dichtesten Trubel stellt Renate Hog die Weichen, widmet sich ihrer Familie, denkt an die eigene Verwirklichung. Heute engagiert sie sich im Ortsseniorenbeirat und in der Hospiz-Sterbebegleitung. Für sich hat sie einen Missionsaufenthalt in Afrika geplant.
Renate Hog: Mit einem Glas Sekt und der Nachbarin. Gasthaus Hecht in Geisingen um 1930.