Otto Aichele stellt als Bürgermeister die weichen für Welzheim

Für sein gesamtes Lebenswerk aus 100 Jahren ist an dieser Stelle viel zu wenig Platz.
Sein Lächeln ist wissend und lässt ahnen, welche Geschichte(n) einer mit sich bringt, der nach dem Krieg 30 Jahre als Bürgermeister die Weichen für Welzheim gestellt hat. 1948 wählt ihn die Bürgerschaft mit großer Mehrheit zum Bürgermeister, es ist das Jahr der Währungsreform. Mit der D-Mark wächst in den Metropolen das Wirtschaftswunder, doch Otto Aichele steht vor einer Stadt „hinterm Wald“. Ohne Wasserleitungen in den 13 Stadtteilen, ohne Kanalisation in den fünf Einfallstraßen zur Stadt. Durch den großen Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen fehlt es vor allem an Wohnraum. Denn: Welzheim bietet auf 7000 Einwohner 4500 Arbeitsplätze! Die traditionsreiche Holzwirtschaft, die Ringfabrik Bauer oder die Firma Bauknecht gehören dazu. Der junge Bürgermeister geht von Tür zu Tür, um freien Wohnraum zu finden und Bauland zu erwerben. Die Großprojekte wie Wasserversorgung, Kanalisation, Kläranlage und Schulen werden in Angriff genommen. Rückblickend lässt sich sagen: In Otto Aicheles Zeit als Bürgermeister wird der Grundstein gelegt für die Lebensqualität im Welzheim von heute.
Otto Aichele setzt den Grundstein für das Welzheim von heute.