Ursula Eversberg pflegt als Krankengymnastin einen Patienten fürs Leben

Im Lazarett von Baden-Baden stellt das Schicksal die Weichen für die damals 23-Jährige Sanitäterin. Ein beinamputierter junger Soldat wird ihre große Liebe, 1943 ist die Heirat.
Auf der Flucht vor der russischen Front erlebt das junge Paar erstmals die Qualen der Behinderung. Alles Hab und Gut ist in Pommern geblieben, nach dem Krieg baut Ursula Eversberg unverdrossen die erste Welzheimer Praxis für Krankengymnastik auf. Die große Prüfung ihres Lebens beginnt 1969 mit einem Herzinfarkt ihres Mannes. 1973 folgen zwei Schlaganfälle kurz hintereinander. Der Mann, der noch als DLRG Schwimmer gegen seine Behinderung ankämpfte, ist jetzt ein hilfloser Pflegefall ohne Sprache und Bewegung. Unterstützt von beiden Töchtern und guten Freundinnen meistert Ursula Eversberg über 20 Jahre bis zum Tod ihres Mannes alle Barrieren. Für ihre aufopfernde Pflege erhält sie 1993 das Bundesverdienstkreuz und bemerkt dazu: „Was ich getan habe, ist eine Selbstverständlichkeit, die keinen Orden braucht, ich nehme ihn nur stellvertretend an für alle, die keinen Orden bekommen.“ Ursula Eversberg schläft am 14. Februar 2013 sanft ein. 12 Leben zeigt ihre letzten Worte und Bilder, die über ihren Tod hinaus fortleben.
Ursula Eversberg unter der Last des Schicksals bricht Sie nie zusammen