Jürgen Guilliard ist Notar und Posaunist mit schwäbischen Tugenden

Als Schulbub wühlt er sich in die „pünktlichen“ Fächer, ist ein guter Rechner und Geometer.
Das sind die richtigen Talente für ein Land, das sich im Chaos nach dem Krieg neu ordnen und dokumentieren muss. Konsequent beginnt er seine lange Laufbahn als Notar. Mit 26 ist er Notariatsvertreter, damit Experte für existenzentscheidende Dokumente wie Kaufverträge, Vollmachten, Nachlassakten, Vormundschaftssachen. Sein Arbeitsprinzip: „Weil hinter jeder Urkunde ein Mensch steht, wird so lange gearbeitet, bis man fertig ist.“ Nach einer weiteren Odyssee durch sieben Notarvertreterstellen in 13 Jahren erreicht er endlich mit 39 die eigene Notarstelle in Welzheim. In den weiteren 25 Jahren legt er sich als geschätzter Berater und Wegbegleiter ins Zeug. Mit seiner Frau Hildegard ist er seit 46 Jahren verheiratet und seit über 60 Jahren mit den Posaunenchören im Land. Die eigene Familie mit Kindern und Enkeln, die Jugendarbeit in der Chorgemeinschaft und das Vertrauen auf Jesus Christus gehören zu seinen Kraftquellen. Nach einer schweren Krankheit sieht Jürgen Guilliard mit einem Augenzwinkern in die Zukunft: „Welzheimer wird man nur durch Geburt. Aber so langsam fühle ich mich hier heimisch.“
Jürgen Guilliard: Den Menschen erforschen, auf ihn zugehen und dann für ihn das Richtige tun.