Wolfgang Pfeiffer ist Schüler mit Leid und Lehrer mit Leidenschat

Viel Aufhebens um ihre Person will sie nicht, es geht ihr um die Kinder Gottes. Marianne Joos wächst selbst in einer großen Familie auf, daheim sind es „5 Mädle und ein Bub.“
Als 19 Jährige beschliesst sie, ihr kunsthandwerkliches Geschick in den Dienst eines Kindergartens zu stellen. Es ist 1947. In der Nachbargemeinde Rudersberg gibt es für 80 Kinder wenig Spielsachen, ein Waschbecken und drei Plumpsklos. Geld ist noch weniger da, also sind Ideen gefragt. Die Einweihung der ersten, selbstgebauten Taschengarderode ist ein grosses Fest. Viel Phantasie und noch mehr Geschick sind die Grundbausteine für das spätere Wirken. 1965 geht es in den Evangelischen Kindergarten in der Burgstraße. In 30 Jahren wird die rührige Leiterin zur „Tante Marianne“ von Welzheim. Ihre „Wurzelkinder“ bauen Häuser aus Kaba-Dosen, malen nach Musik, haben ihren Erntedank-Kaufladen und den eigenen Wagen auf dem Heimattag. Nebenher ist Marianne Joos 38 Jahre im Ökumenischen Arbeitskreis für Behindertenhilfe aktiv, baut Brücken von Mensch zu Mensch bei unzähligen Spielnachmittagen und öffentlichen Auftritten. Eine Veranstaltung würdigt die bescheidene Frau dann doch, als „Motor mit Herz und Geist“.
Marianne Joos: Eine große Familie voller Phantasie und Freude