Gertraud Knödler ist als Gemeindeschwester vergnügt auf allen Wegen

Die Geschichte ihres Lebens sprudelt aus ihr heraus, aber weiß Gott: nicht alle Kapitel sind heiter.
Sie wird im Remstal in den Krieg hinein geboren, hat nur auf einem Auge Sehkraft. Ein Tiefflieger zerfetzt ihren Kinderwagen. Der Vater bleibt ihr unbekannt, stirbt in Gefangenschaft. Mit 26 heiratet sie. Ihr geliebter Mann ist Dialyse-Patient. Bei seiner medizinischen Versorgung infiziert sich die junge Frau an einer schweren Hepatitis, ihr Mann verstirbt nach anderthalb Ehejahren. Nach ihrer Krankheitserfahrung beschliesst sie, selbst Krankenschwester zu werden. Macht nach der Schwesternausbildung Dienst auf einer Intensivstation. Als Ausgleich zu Tod und Leid leitet sie über 25 Jahre die Jugendarbeit des CVJM. 1986 wird sie als Gemeindeschwester berufen. Ihre Diakoniestation leistet als Netzwerk für Menschen mehr als nur die medizinische Versorgung und Pflege. Oft genug ist Gertrud Knödler gefragt als Krisenmanagerin, in Ehe- oder Erziehungsfragen oder einfach nur als ein Mensch zum Anlehnen. Ihr Motto heute? Vergnügt auf dem Weg! Was sie den Welzheimern mitgeben würde? „Mit Gott kommt man nie zu kurz, weil es sich lohnt, mit ihm zu leben.“
Gertraud Knödler: Die Jungschar gibt ihr viel Kraft für Tod und Leid.