Enni












Ihre Wurzeln sind im ehemaligen Kreis Kronstadt in Siebenbürgen. Aus der jahrhunderte alten Geschichte der Siebenbürger-Sachsen im heutigen Rumänien entwickelten sich Toleranz und Gemeinschaft zu den höchsten Werten, Enni Janesch ist von ihnen geprägt. Mit 17 kommt sie ins Ruhrgebiet, viele Siebenbürger arbeiten hier im Bergbau. Als die Siebenbürger-Sachsen-Siedlung entsteht, kommt sie nach Drabenderhöhe. Hier lernt sie ihren Mann kennen. Sie sind das erste Siebenbürgerpaar, das 1965 zusammen findet und 1968 in Drabenderhöhe heiratet. Beide werden Grundschullehrer und arbeiten in Drabenderhöhe und Wiehl. Die Pflege der Kultur und die Begegnung der Menschen werden beiden zur Herzensangelegenheit. Enni Janesch ist heute Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Leiterin der Heimatstube Drabenderhöhe, Mitglied im Vorstand des Adele-Zay Hilfsvereins, Stadtverordnete und Ansprechpartnerin für Drabenderhöhe. Sie singt seit über 40 Jahren im Honterus-Chor, leitet die Mundart- und Theatergruppe und war 16 Jahre Bundesfrauenreferentin der Landsmannschaft. Kein Wunder, dass beide Janeschs für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Ihre Heimat? Siebenbürgen. Ihr Zuhause? Drabenderhöhe. Ihr größtes Glück: Der Zusammenhalt mit Enkeln und Familie.
Bild 1, Zwischen Siebenbürger
Tracht und Oberbergischer,
mit den Bewohnern von
Drabenderhöhe: Enni
Janesch immer mittendrin.
Bild 2,
Das junge Lehrer-Ehepaar
in den Sechziger Jahren.
Bild 3,
Steht heute für die bewegte Vergangenheit
der Siebenbürger-Sachsen: der Turm
der Erinnerung, Wahrzeichen
von Drabenderhöhe.
Bild 4,
Die Bundespräsidenten Carstens,
von Weizsäcker, Herzog und Rau
besuchten schon das neue Zuhause
der Siebenbürger.