Gerhard Als kleiner Junge steht er vor den Trümmern des Elternhauses in Bochum. Seine Mutter klopft die Steine, der Vater setzt die Ruine instand, auch der Nachwuchs zeigt Improvisationstalent. Die Klavierlehrerin kann ihm bald nicht mehr viel beibringen, seine Malerei verschafft dem 15-Jährigen den Einstieg als Schauwerbegestalter bei Quelle. Im Ruhrparkzentrum gestaltet er die Schaufenster des Wirtschaftswunders. Das bedeutet 300 mal im Jahr großes Kino: Noch gibt es kein Fernsehen, die weite Welt zeigt sich in den phantastischen Dekorationen seines Dekoteams. Grete Schickedanz gratuliert noch ihrem „Schmücker“ zum 25. Jubiläum persönlich, kann aber das Versiegen ihrer Quelle nicht verhindern. Jetzt legt der Allrounder erst richtig los. Aus dem Tanzmusiker entwickelt sich der Kirchen-Organist, aus dem Werbegestalter der Portrait- und Landschaftsmaler, der Komponist, der Liederschreiber, kurz: Der Mann, der mit vielseitigen Talenten immer für einen gelungenen Auftritt sorgt. Sein „sammelndes Auge“ hat er sich bewahrt und sein weitläufiger Geist weiß, wo er heute hingehört: „Wo Häuser mit Fachwerk und Schiefer vereint, der Postillon noch mit der Kutsche erscheint, da ist meine Heimat, darauf bin ich stolz. Ihr gilt meine Treue wie ehernes Holz.“
 
Bild 2, Der Musiker,der auf vielen Instrumenten spielt.
Bild unten rechts, Die Schaufenster zeigen
eindrucksvoll: Hier ist ein
Kreativer, der um gute
Ideen nie verlegen ist.