Gertrud 1947 muss die Mülheimer Abiturientin an der Uni erfahren: „Nein Fräulein Goedecke, wir können keine Mädchen nehmen, zuerst kommen die Männer aus dem Krieg.“ Es ist ein Schlüsselerlebnis. Die junge Frau wird Erzieherin in Kaiserswerth, heiratet 1951, wird Pfarrfrau und zieht ins Saarland. Sechs Kinder werden geboren und nehmen Zeit und Kraft in Anspruch. In der Oberwiehler Zeit ab 1966 engagiert sie sich für die Frauenhilfe, Orientierung ist die Bibelarbeit. Unterstützt werden Frauen bei ihren Aufgaben in Gesellschaft, Kirche, Beruf und Familie. Dazu gehören Weiterbildung, soziale Aufgaben, kulturelle Unternehmungen oder Laienspielgruppen. Gertrud Steinmeyer versteht es, die Frauen zu motivieren, wirkt bis 2000 in leitender Funktion im Kirchenkreisverband und der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. Nach dem Tod ihres Mannes wird diese Aufgabe Ihr neuer Lebensabschnitt. Dereinst wurde sie begrüßt mit den Worten: „Frau Steinmeyer, Sie werden in der Frauenhilfe viele Begegnungen haben mit mutigen, unermüdlichen, interessierten und begeisterten Frauen. Diese Begegnungen werden Sie bereichern ein Leben lang.“ Heute blickt Gertrud Steinmeyer glücklich auf ihre große Familie, privat und in der Gemeinde.
 
Bild oben rechts, Familiengemeinschaft
aus den 60er Jahren und 2008 zum 80. Geburtstag.
Bild unten, Das Engagement für Frauen im Blickpunkt - wie die Projektarbeit
„Frauen gestalten Frauengestalten“ von Studentinnen der Sozialakademie.