Hildegard Paschke im Dienst der Nächstenliebe

Als Berliner „Kriegskind“ erlebt sie Bomben und Bunker, der Traumberuf Krankenschwester ist unerreichbar.
Dafür entdeckt sie ihr Talent für das Kaufmännische, steht als Einzelhandelskauffrau „ihren Mann“. Eine Prophezeiung stellt die Weichen. „Herr, wenn Du willst, dass ich Diakonisse werde, dann will ich gehen“, sagt sich die gläubige, junge Frau.
Ein persönlicher Kontakt führt sie nach Wiehl in das Diakonissenhaus Bethlehem-Tabea. Danach geht es hinauf nach Wülfringhausen, wo 1961 der Grundstein für das neue Haus Bethlehem gelegt wird. Es gehört zu den modernsten Einrichtungen seiner Zeit, der Gründergeist braucht engagierte Köpfe. Schwester Hildegard baut auf dem Berg die Buchhaltung auf, kümmert sich fortan um alles von den Abrechnungen bis hin zu Löhnen und Gehältern, Akten und Ordner sind ihr ein Vergnügen, im flotten NSU Prinz geht es durch die bergischen Kurven. Im „Unruhestand“ seit 2001 kümmert sich Schwester Hildegard weiterhin um den Papierkram, wo es nötig wird. Heute ist sie die Letzte der einst 33 Diakonissen in Wiehl.
Eine seltene Berufung:Buchhaltung bereitet ihr
größtes Vergnügen.