Marie Im Silberdorf Morkepütz (2012), „Mockepurs“ (1770), „Morckelütz“ (1575) oder einfach „Morkepissel“ (Morke = Kröte, Peisel = Tümpel) hat sie ihr „Dom-Mizil“. Denn das Haus verbinden ausrangierte Spitzbogen der katholischen Gummersbacher Kirche unübersehbar mit dem Dom am Rhein. Im Badezimmer hängt Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag...“ Das evangelische Wort sagt viel über das „katholisch-kölsche Seelchen“, das Brücken schlägt in die Herzen der oberbergischen Schmerzpatienten im Wartezimmer ihres Mannes, dem Zahnarzt. Sein plötz-licher Tod nimmt Marie Luise Wasser nicht den Mut, sie engagiert sich weiter mittendrin im Leben. Verteilt als Ortsbeauftragte des Dorfes die Nachrichten aus dem Rathaus, ist als Kassiererin aktiv bei der katholischen Frauengemeinschaft, ist Kirchenvorstandsvorsitzende der Gemeinde. Regelmäßig führt sie die Wiehler Frauen zur Krippentour nach Köln. Da wird die Rheinländer Art lebendig aus den alten Ubiern und Römern, die mit ihrer Kultur auch die Sonnenstrahlen über die Alpen gebracht haben. Wenn ein Kölsches Mädchen so an seine Wurzeln denkt, dann baut es als bekennende Oma von fünf Enkeln auch mal nah am Wasser.
Bild 1, Die Wassers und ihre Quelle:
Das junge Paar aus Köln verbindet
die Liebe zu Land und
Leuten im Oberbergischen. Bild 2, Lehrerin, Arzthelferin, Kölsche
Katholikin in der Diaspora,
Lokalpatriotin: „Schon Asterix
und Obelix kloppten sich mit
Wiehl um Morkepütz.“
Bild 3, Im hauseigenen Feuerlöschteich
haben die
Morkepützer Kröten ihre
angestammte Heimat.