Rolf-Otto Deubel, opfert den Beruf für seine Frau













Der Oberwiehler bringt auf 185 Zentimeter ein Kampfgewicht von 100 Kilo, im Tor des CVJM Oberwiehl schießt ihn so schnell keiner ab. Nach der Schlosserlehre bei der BPW Bergische Achsen hat er beim Maschinenbauer Kampf eine erfolgreiche Laufbahn als Techniker. Bis 1984 seine Frau mit 39 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt. Die Kurzschlüsse der Nerven sind unaufhaltbar, die junge Sportlerin wird zum Pfl egefall. Rolf-Otto Deubel hängt seinen Beruf an den Nagel und widmet sich ganz seiner Frau. 14 Jahre fährt er mit ihr von Klinik zu Klinik, installiert am Ende Treppen- und Deckenlifte. Als Techniker rechnet er aus: In 12 Jahren hat er mit seiner geliebten Partnerin ein Gewicht von 4000 Tonnen bewegt. Irmgard Deubel stirbt mit 52 Jahren. Rolf-Otto bleibt allein in seinem Haus zurück, für den Beruf ist es für den 57-Jährigen nun zu spät. 2010 splittert sein Fuß infolge der pfl egerischen Schwerstarbeit. Erst nach zwei Tagen wird der Schwerverletzte aufgefunden, das Bein muss amputiert werden. Der sportliche Hüne lernt nun wieder das Laufen und hat seinen Humor nicht verloren: „Lieber mit einem Bein mitten im Leben, als mit beiden auf dem Friedhof.“
Der Handball-Torwart pflegt
14 lange Jahre seine junge Frau, wird selbst behindert und schaut doch mutig in die Zukunft.